Katze

Musik aus 100 Akkordeons

Konzert 2016

Auch die zahlreichen jungen Musiker des Akkordeon-Orchesters 1938 rissen beim Jahreskonzert das Publikum mit.

FOTO: KARL-HEINZ BÄRTL

JAHRESKONZERT Roßdörfer Orchester zeigt mit allen Ensembles ein buntes Programm

ROSSDORF. Querbeet ging es am Samstagabend beim Jahreskonzert "Samstag Nacht 2016" mit dem Akkordeon-Orchester 1938 Roßdorf in der Rehberghalle durch die Musikrichtungen. Viele Besucher aus der Region, jung und alt, saßen im Publikum. Durch das Programm führte Christina Macho.

"Sie sehen hier auf der Bühne unser Schülerorchester, unsere Kleinsten", stellte der Vorsitzende Christoph Sprößler das erste Ensemble vor. Die Kinder seien alle sehr engagiert, spielten teils in mehreren Orchestern. Mit "Ab auf die Bühne", einem Stück mit drei unterschiedlichen Teilen von Jürgen Schmieder, sorgten sie gleich zu Beginn für Stimmung. Dirigentin ist, wie auch beim folgenden Jugendorchester, Constanze Müller.

Das Jugendorchester präsentierte mit seinen 22 Musikern zwei Stücke. Bei "La Storia" von dem Niederländer Jacob de Haan, einer spannenden Filmmusik, könne sich jeder seine eigene Geschichte ausdenken, lautete die Ansage. Ein Highlight ist der bekannte rockige Klassiker "Music" von dem englischen Musiker John Miles. Bei der Zugabe "It's Raining Men" von den Weather Girls begeisterten die Jugendlichen mit Moderatorin Christina Macho als Sängerin. Auch in diesem Jahr waren drei Orchester des Vereins nach Innsbruck zum weltgrößten Akkordeonfestival gefahren und dort mit der Bewertung "Ausgezeichnet" bedacht worden.

Für einen weiteren Höhepunkt des Konzertabends sorgte das "q q ensemble" mit dem Stück "Oblivion" aus der Feder des argentinischen Komponisten Astor Piazzola, mit Reiner Seipel als Solist. Dirigent des "q q ensemble" ist Peter Löw unter dessen Leitung auch die an diesem Abend folgenden Formationen stehen.

Einen weiteren Beifallssturm lösten die Musiker des Ensembles "q q chá cha" mit dem Medley "Frankieboy Forever", bestehend aus den drei Sätzen "New York", "Something stupid" und "My way" von Frank Sinatra aus. Die "Wiedereinsteiger" feiern bald ihren 20. Geburtstag. Als Zugabe zogen sie einen Rockboogie aus ihrem Liederkoffer und sorgten für Schwung im Publikum.

"Downton Abbey" neu arrangiert

Mit acht Stücken zeigte das Erste Orchester sein Können, begeisterte gleich mit Klassik, der Ouvertüre aus Rossinis "Barbier von Sevilla". Mit hohem Anspruch gingen die Musiker an das Stück "Tetraeder" mit seinen vier Teilen Aufbruch, Auflösung, Ankunft und Rückkehr aus der Feder des deutschen Komponisten, Musiklehrers und Arrangeurs Hans-Günther Kölz.

Pure Harmonie ist die Komposition "Downton Abbey" von dem Briten John Lunn. Sie wurde geschrieben als Soundtrack für eine Fernsehserie, Orchestermitglied Jan Brell hat sie für Akkordeon arrangiert. Erst nach 229 Takten, am Ende, setzten die Schlagzeuger ein.

Als Duo überzeugten die beiden Preisträger von "Jugend musiziert 2016", Tobias Schlösser und Matthias Schnee, mit Kurzgeschichten aus sieben unterschiedlichen Teilen, komponiert von Wolfgang Ruß. Für Begeisterung sorgte auch der bekannte Soundtrack zu der Zeichentrickserie Paulchen Panther, "The Pink Panther" von Joe Garland. Bei "Gilbert O'Sullivan in Concert" von Raymond und Gilbert O#Sullivan spielten Hans-Joachim Gunkel unter Begleitung des ersten Orchesters im Solo.

"Es war wunderschön. Auch finde ich es bei "q q chá cha" toll, dass die Musiker auch in höherem Alter den Mut haben, wieder neu einzusteigen."
Konzertbesucherin aus Hanau

Dominique Pfeiffer
Darmstädter Echo, 16. November 2016