Roßdörfer Anzeiger, 19. Februar 2026

AKKORDEON wird das Instrument des Jahres 2026

Am 6. Mai 1829 meldete Cyrill Demian (1772-1847), Klavier- und Orgelbaumeister zu Wien, das von ihm entwickelte Musikinstrument als Patent an. Als Klavier des kleinen Mannes hielt es Einzug in die Volksmusik, in die Welt der Heimatlieder. Bis heute wird es noch als Schifferklavier, Quetschkommode oder Ziehharmonika bezeichnet.

Offizielles Logo des HHV zum Instrument des Jahres 2026

Doch ist das Akkordeon in weitaus mehr Musikrichtungen etabliert. Wie etwa der Schrammel- und Stubenmusi aus Österreich, dem Chanson aus Frankreich, dem Tango aus Argentinien, der Kletzmermusik aus Israel oder in der klassischen Musik. Inzwischen gibt es viele Komponisten, welche zeitgenössische Musik für Akkordeon-Orchester schreiben und auch Stücke neu arrangieren. Sogar in der Popmusik ist das Akkordeon immer öfters zu hören. Und jetzt wählten die Landesmusikräte das Akkordeon zum Instrument des Jahres 2026!

Das bis zu 15 kg schwere Instrument ist eigentlich ein kleines Orchester. Es braucht nur etwas Luft, um ihm seine Töne zu entlocken. Mit der rechten Hand spielt man die Melodie, meist auf einer Klaviertastatur. Die linke bedient die Knöpfe der Bässe sowie Akkorde und lässt durch Ziehen und Drücken des Balges die nötige Luft für die Klänge über die Stimmzungen strömen.

Mit dem Akkordeon erlernt man die Fähigkeit zum Multitasking. Melodie, Bass, Balgbewegung und Notenlesen, das alles zur gleichen Zeit auch noch in Musik umzusetzen, das bedeutet einiges an Übung und Koordination. Es macht viel Spaß, das unglaublich vielseitige Instrument zu entdecken und zu erlernen. Unabhängig davon ist es nach wenigen Wochen möglich, als Anfänger mit einer einfachen Stimme im Orchester mitzuspielen, was die soziale Gemeinschaft und die Musikalität fördert.

Wer also Spaß am Musizieren hat und neue Freundschaften schließen möchte, ist in einem Verein, wie dem unseren, genau richtig. Für weitere Informationen besuchen Sie gerne unsere Website unter www.aor-online.de.

GG